Freiberg

Außenstelle für Kohlenstoff-Kreislauf-Technologien

© TU Bergakademie Freiberg

Gemeinsam mit der TU Bergakademie Freiberg hat das Fraunhofer IMWS mit Sitz in Halle 2017 eine Forschungsgruppe zu Kohlenstoff-Kreislauf-Technologien ins Leben gerufen, die an der effizienten, ressourcenschonenden und klimaneutralen Nutzung von Kohlenstoffträgern arbeitet. Mit neuen Prozessen und Technologien im großtechnischen Maßstab wollen die Forscher des Instituts für Energieverfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen (IEC) der TU Bergakademie und des Fraunhofer IMWS eine möglichst CO2-emissionsarme, effiziente und ressourcenschonenden Nutzung von Kohlenstoffquellen auch jenseits von Erdöl, Erdgas, Stein- und Braunkohle ermöglichen. Dabei sollen Kunststoff- und Biomasseabfälle, aber auch erneuerbare Energieträger wie Wind- und Solarstrom sowie CO2-neutraler Wasserstoff einbezogen werden.

Zusammen mit deutschen und internationalen Partnern entstehen so wirtschaftliche und nachhaltige Lösungen für drängende gesellschaftliche Fragen, etwa für die Nutzung von Plastikmüll als Rohstoffquelle mittels innovativer thermisch-chemischer Konversionsprozesse. Die Forschungsgruppe in Freiberg ist in das Geschäftsfeld »Chemische Umwandlungsprozesse« am Fraunhofer IMWS integriert und wird durch eine vierjährige Anschubfinanzierung des Landes Sachsen mit dem Ziel eines eigenständigen Fraunhofer-Institut für Wasserstoff- und Kohlenstoffprozesstechnik (IWKP) unterstützt. Hierdurch sollen in der Fraunhofer-Gesellschaft die Themenfelder rund um die effiziente Nutzung von Kohlenstoff, die Erzeugung und Einbindung von sogenanntem Grünen und Blauen Wasserstoff sowie die Schließung von Kohlenstoffkreisläufen gestärkt werden. Das geplante IWKP deckt die Forschungs- und Entwicklungskompetenzen entlang der gesamten Wertschöpfungsketten der Elemente Wasserstoff und Kohlenstoff ab, entwickelt diese weiter und leistet somit einen wesentlichen Beitrag zum Übergang in eine kohlenstoffärmere und wasserstoffreichere Wirtschaft.

Mit dieser klaren Fokussierung wird das Fraunhofer IWKP ein für die Wirtschaft unverzichtbarer Partner auf dem Gebiet der Kohlenstoff- und Wasserstoff-Technologien sein. Die in den relevanten Industriezweigen tätigen kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie Großunternehmen werden beim Lösen der anstehenden gesellschaftlichen Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte wirkungsvoll unterstützt. Das neue Institut profitiert von der Integration in eine exzellente Forschungslandschaft. Insbesondere durch die Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Bergakademie Freiberg und es entsteht in Sachsen ein Forschungscluster mit internationaler Strahlkraft.