Leistungszentrum für transdisziplinäre Systemforschung und Transfer (TransTech)

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Transnationale Kooperationspotenziale werden im Leistungszentrum erschlossen.
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Additive Fertigung ist eines der Schwerpunktthemen im Leistungszentrum.

Im deutsch-tschechischen Leistungszentrum für transdisziplinäre Systemforschung und Transfer (TransTech) arbeitet das Fraunhofer IMWS seit März 2021 gemeinsam mit der TU Liberec und dem Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU an neuen Lösungen für eine wettbewerbsfähige Fertigung mit nachhaltigen Werkstoffen und Produktionstechnologien einschließlich einer effizienten Energienutzung und -speicherung für variierende Seriengrößen. Zu den inhaltlichen Schwerpunkten zählt die Entwicklung von hochflexiblen, smarten und integrierten Prozessketten, insbesondere durch kombinierte additive Verfahren sowie für nachhaltige Kunststoff- und Leichtbautechnologien. Durch die grenzüberschreitende Kooperation und das Miteinander verschiedener Fachdisziplinen sollen innovative Ansätze zügig in die wirtschaftliche Anwendung überführt und schwer erreichbare Marktpotenziale in Deutschland und der Tschechischen Republik erschlossen werden.

Die Hauptanliegen des deutsch-tschechischen Leistungszentrums »TransTech« sind die Förderung der transdisziplinären Systemforschung und der grenzüberschreitende Technologietransfer in beide Richtungen der Grenze. Im Mittelpunkt der internationalen Kooperation stehen die Forschung und Entwicklung in den Bereichen »Transdisziplinäre Industrie 4.0 Technologien für belastbare und nachhaltige Wertschöpfungsketten« und »Funktionsintegrierende 3D-Druck- und Leichtbautechnologien«. Damit werden wichtige Zukunftsthemen adressiert, die sowohl auf eine wettbewerbsfähige Fertigung für variierende Seriengrößen (Stückzahl 1 - ∞) in Hochlohnländern als auch auf nachhaltige Werkstoffe und Produktionstechnologien setzen. Forschungsansätze liegen hier in der hochflexiblen und smarten Automatisierung etwa mittels selbstlernender, kollaborierender Industrieroboter, der werkzeugfreien Fertigung individueller Leichtbauteile in – vollständig rezyklierbarer – Faserverbundbauweise sowie der schnellen und nachhaltigen Fertigung von Werkzeug- und Formteilen mittels hocheffizienter 3D-Druck-Prozesse und biobasierten Kunststoffen.

Eckdaten

Projektstart

15.3.2021

Partner

  • Fraunhofer IWU
  • Fraunhofer IMWS
  • TU Liberec

Forschungsthemen

  • Transdisziplinäre Industrie 4.0-Technologien für belastbare und nachhaltige Wertschöpfungsketten
  • Funktionsintegrierende 3D-Druck- und Leichtbautechnologien
  • Wasserstoffproduktion und ‑anwendungen

Transferpfade

  • Vertragsforschung
  • Ausgründungen
  • Geistiges Eigentum
  • Normung und Standardisierung
  • Transfer über Köpfe
  • Infrastrukturdienstleistungen
  • Wissenschaftskommunikation
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CT-Analyse eines Bauteils.

Das Fraunhofer IMWS in Halle (Saale) bringt dabei seine Kompetenzen insbesondere zum Einsatz nachhaltiger Werkstoffe ein. Der Fokus des Fraunhofer IWU mit seinem Standort in Zittau sind produktionstechnische Lösungen. Aus der TU Liberec fließt Expertise insbesondere in den Bereichen Automatisierung, Fertigungstechnik und Nano-Technologien in das Leistungszentrum ein. Gemeinsam werden durch exzellente Forschung schwer erreichbare Marktpotenziale in beiden Ländern erschlossen. Das Zentrum trägt somit wesentlich zur weiteren Internationalisierung der Fraunhofer-Gesellschaft bei. Eine internationale Infrastruktur und ein offenes Innnovationsökosystem – von der Grundlagenforschung bis zur angewandten Forschung – soll zusammen mit Partnern aus der Wissenschaft und Wirtschaft in beiden Ländern aufgebaut werden. Die Forschungsleistungen und -ergebnisse werden von den beteiligten Institutionen unmittelbar genutzt und verwertet. Dies gewährleistet einen intensiven und direkten Transferstrom von der Forschung in die industrielle Anwendung und akademische Lehre.

In der Startphase des Leistungszentrums werden durch ein erstes gemeinsames Technologieprojekt im Bereich der roboterbasierten AM/ATP-Hybridfertigung – ein Thema, das wichtige Kernkompetenzen aller drei Partner bündelt – die notwendigen Voraussetzungen für eine langfristige und intensive Zusammenarbeit zwischen den Partnern des Leistungszentrums sowie der regionalen und überregionalen Industrie erarbeitet. Unterstützend dazu werden die langfristigen transnationalen Kooperationspotenziale und thematischen Bedarfe der regionalen Industrie beiderseits der Grenze im Rahmen einer Potenzialanalyse ermittelt.