Das Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS und das Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP in Halle (Saale) zählen zu den »Innovativsten Unternehmen Deutschlands 2026«. Das Fraunhofer IMWS wird damit bereits zum siebten Mal für seine herausragende Innovationskraft ausgezeichnet. Die Würdigung honoriert Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die sich durch eine besonders hohe Innovationskraft, Zukunftsfähigkeit und die erfolgreiche Umsetzung neuer Ideen auszeichnen.
»Die wiederholte Auszeichnung bestätigt, dass exzellente Forschung, technologische Innovation und gesellschaftliche Verantwortung untrennbar zusammengehören«, sagt PD Dr. Christian Schmelzer, kommissarischer Institutsleiter am Fraunhofer IMWS. »Gerade mit Blick auf Energiewende, Ressourcensicherheit und wirtschaftliche Resilienz leistet das Fraunhofer IMWS einen entscheidenden Beitrag, um nachhaltige und zukunftsfähige Lösungen für Industrie und Gesellschaft zu entwickeln.«
Das Ranking geht auf Einschätzungen von knapp 2785 Innovations- und Branchenfachleuten zurück. Es wird jährlich vom Marktforschungsinstitut »Statista« und dem Wirtschaftsmagazin »Capital« erstellt. Grundlage der Auszeichnung ist eine unabhängige, datenbasierte Untersuchung, die auf einer breit angelegten Befragung basiert. Unterteilt in 20 Branchen und Industriebereiche wurden in diesem Jahr insgesamt 503 Unternehmen in der Liste berücksichtigt, 149 von ihnen kamen auf die Höchstbewertung von fünf Sternen, darunter auch das Fraunhofer IMWS und das Fraunhofer CSP. Die beiden Forschungseinrichtungen wurden dem Bereich »Energie und Umwelt« zugeordnet, dort haben es 39 Unternehmen in die Bestenliste geschafft, davon 12 mit fünf Sternen in der Gesamtbewertung.
Tiefgehendes Materialverständnis bis auf die kleinste strukturelle Ebene
Am Fraunhofer IMWS beschäftigen sich knapp 300 Mitarbeitende mit der Mikrostruktur und dem Verhalten von Werkstoffen und Systemen entlang ihres gesamten Lebenszyklus. Ziel ist es, Materialien leistungsfähiger, langlebiger und nachhaltiger zu machen. Zentrale Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem in den Bereichen Energie- und Umwelttechnologien, Struktur- und Funktionswerkstoffe, Batterie- und Wasserstofftechnologien, Leichtbau sowie der digitalen Werkstoff- und Systemanalyse. Das Institut arbeitet dabei eng mit der Industrie zusammen, um praxisnahe Ergebnisse zu entwickeln und Technologietransfer zu fördern. So trägt das Fraunhofer-Team auch dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen zu steigern. Damit leistet das Institut einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Transformation von Industrie und Gesellschaft.
Das Fraunhofer IMWS ist eines der 15 in der Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland (FMD) kooperierenden Forschungsinstitute. Standort- und technologieübergreifend geht die FMD gemeinsam aktuelle und künftige Herausforderungen der Elektronikforschung an und gibt wichtige Impulse für die Technologieentwicklung von Mikro- und Nanosystemen. Die besondere Expertise des Fraunhofer IMWS liegt dabei in der Charakterisierung und Zuverlässigkeitsbewertung von Werkstoffen, Bauteilen und Systemen.
Am Fraunhofer CSP, einer gemeinsamen Einrichtung des Fraunhofer IMWS und des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE, stehen Zuverlässigkeitsbewertungen von Solarzellen, -modulen und -systemen im Fokus der Forschung. Die Mitarbeitenden bieten zudem exzellente Expertise für die chemische, elektrische, optische und mikrostrukturelle Material- und Bauteilcharakterisierung.
Zum ersten Mal im Ranking ist das Fraunhofer-Pilotanlagenzentrum für Polymersynthese und -verarbeitung PAZ in der Kategorie »Herstellung & Verarbeitung von Werk- und Baustoffen«. Das Fraunhofer PAZ ist eine gemeinsame Einrichtung des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Polymerforschung IAP in Potsdam und des Fraunhofer-Instituts für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS und entwickelt innovative polymerbasierte Materialien und nachhaltige Kunststofflösungen für zentrale Anwendungsfelder und leistet damit wichtige Beiträge zu Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft.
(5. Februar 2026)