Maßgeschneiderte Präparation für aussagekräftige Ergebnisse
Eine zuverlässige Materialbewertung beginnt mit einer optimalen Probenpräparation. Die Wahl des geeigneten Verfahrens erfolgt dabei abhängig von Material, Fragestellung und gewünschter räumlicher Auflösung. Unser besonderes Augenmerk gilt dem Erhalt der zu analysierenden Strukturen. Gerade bei Polymerwerkstoffen können Schneiden, Schleifen, Polieren, Färben oder thermische und mechanische Belastungen die ursprüngliche Materialstruktur beeinflussen. Ziel unserer Präparationsverfahren ist es daher, die charakteristische Morphologie möglichst artefaktarm und repräsentativ für die anschließende Untersuchung zugänglich zu machen. Besondere Expertise besteht in der Kryo-Präparation polymerer Werkstoffe, mit der sich empfindliche oder mehrphasige Strukturen unter möglichst schonenden Bedingungen untersuchen lassen.
Die Kombination verschiedener Präparationstechniken ermöglicht es, komplexe Werkstoffe aus unterschiedlichen Perspektiven zu charakterisieren und Ergebnisse komplementärer Mikroskopieverfahren miteinander zu korrelieren. So schaffen wir die Voraussetzung für eine zuverlässige qualitative und quantitative Analyse von Morphologie, Grenzflächen, Defekten und Schädigungsmechanismen – von der makroskopischen Materialstruktur bis zur nanoskaligen Ebene.
Abhängig von Materialsystem und Fragestellung nutzen wir etablierte und innovative Präparationsverfahren:
- Präzise Anschliff-, Querschliff- und Bruchflächenpräparation
- Mikrotomie, Ultramikrotomie und Kryo-Ultramikrotomie
- Selektive Probenentnahme mittels FIB-Technologie (bei geeigneten, weniger strahlempfindlichen Polymeren)
- Chemische Kontrastierung und spezielle Oberflächenpräparation (z.B. Ätzverfahren) für komplexe Polymerstrukturen