Fraunhofer IMWS fördert soziale Innovationen

Wie können wir dringende soziale Fragen lösen? Welche Rolle übernimmt die Wissenschaft bei der Gestaltung des sozialen Wandels? Und welche sozialen Innovationen braucht Sachsen-Anhalt? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich das »Kompetenzzentrum Soziale Innovation«, in dem sich das Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS Halle (Saale), das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF in Magdeburg sowie das Institut für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung gGmbH und das Zentrum für Sozialforschung Halle e. V. an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (ZSH), das die Gesamtkoordination übernimmt, zusammengeschlossen haben.

Logo des Kompetenzzentrums Soziale Innovation Sachsen-Anhalt
© Zentrum für Sozialforschung Halle e.V.

Logo des Kompetenzzentrums Soziale Innovation Sachsen-Anhalt

Kompetenzzentrum Soziale Innovation Leoplodina
© Kompetenzzentrum Soziale Innovation Sachsen-Anhalt

Herr Prof. Dr. Dr. Gunnar Berg, Vizepräsident der Leopoldina, Prof. Dr. Everhard Holtmann, Leiter des Zentrums für Sozialforschung Halle, Petra Grimm-Benne, Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration Sachsen-Anhalt, Dr. Ralf Kopp Sozialforscher der TU Dortmund, und Prof. Dr. Josef Hochgerner, Gründer des Zentrums für Soziale Innovation Österreich (v.l.n.r.) bei der Eröffnung des Kompetenzzentrums Soziale Innovation Sachsen-Anhalt

ESF Europäischer Sozialfonds
© ESF Europäischer Sozialfonds

ESF Europäischer Sozialfonds

Ziel des bis zum 31. Dezember 2021 laufenden Projekts ist die Gestaltung des sozialen Wandels in Sachsen-Anhalt. Konkret sollen die eigenen Dynamiken der zwei wichtigsten Innovationsstränge, das heißt der sozial wirksamen Effekte und Initiativen einerseits und der technologisch erzeugten Neuerungen andererseits, zusammengeführt werden, um innovative Ideen und Methoden zu erschließen, aufzubereiten und perspektivisch weiterzuentwickeln. Diese Zusammenführung ist für eine nachhaltige Gestaltung des gesellschaftlichen Wandels (controlled social change) in Sachsen-Anhalt entscheidend. Integraler Ansatz ist, dass die Beobachtung und Steuerung des sozialen Wandels im Einklang mit technischen und sozialen Innovationen erfolgen soll. So können Wirtschaft, Wissenschaft und Politik in die Lage versetzt werden, perspektivisch innovative Konzepte für die Gestaltung der sozialen Infrastrukturen in Sachsen-Anhalt zu entwickeln und umzusetzen.

»Technische Innovationen gehen immer mit sozialen Innovationen einher, diese benötigen eine Übertragung von Verantwortung, die jeden etwas angeht. Nur mit bürgerschaftlichem Engagement können soziale Innovationen verbreitet und etabliert werden«, sagt Andreas Dockhorn, Projektleiter und Verantwortlicher für Forschungsstrategie und Geschäftsentwicklung am Fraunhofer IMWS.

Eigenschaften sozialer Innovationen sind einmal die Neuheit, die Qualität oder die Vernetzung, ihr Erfolg oder Impact, ihre Nachhaltigkeit oder ihre Etablierung. Das Ziel der Projektarbeit ist die angestrebte Standardisierung von sozialen Innovationen in Sachsen-Anhalt. Das Projekt wird im Rahmen des operationellen Programms der EU-Förderperiode 2014–2020 vom Land Sachsen-Anhalt über das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration gefördert. In diesem Verbundvorhaben ist das Fraunhofer IMWS für das Kompetenzfeld »Social Entrepreneurship« verantwortlich – einer zentralen Anlaufstelle für alle Vorhaben in Sachsen-Anhalt, die gesellschaftliche Herausforderungen mit interdisziplinaren und unternehmerischen Lösungsansätzen begegnen. Das Kompetenzfeld berät in praxisnahen Projekten mit allen Erkenntnissen der vielseitigen Wissenschaftsdisziplinen.

Weitere Informationen zum »Kompetenzzentrum Soziale Innovation« gibt es hier.