Wirksames Konzept zum Antifouling – Magdalena Jablonska erhält Auszeichnung in Spanien

Für den Best Poster Award im Themenbereich Wasser-Entsalzung ist Magdalena Jablonska vom Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS auf der dritten internationalen Fachkonferenz »International Conference on Desalination using Membrane Technology« am 5. April 2017 in Gran Canaria, Spanien, ausgezeichnet worden. Dort trafen sich 200 Experten und Hersteller von Umkehrosmose-Membranen und Wasserreinigungstechnologien, um in Vorträgen und Poster Sessions ihre neuesten Forschungsergebnisse vorzustellen.

Die Chemie-Ingenieurin und Doktorandin Magdalena Jablonska präsentierte auf einem Poster ihre Forschungsergebnisse zu »Antifouling Modification of Reverse Osmosis Membrane Modules by Functional Coatings on Feed Spacers«.

Die Gewinnung von Trinkwasser aus Meer- oder Brackwasser durch Umkehrosmose ist im Vergleich zu anderen Entsalzungsverfahren sehr energieeffizient. Die dafür verwendeten Polymermembrane sind jedoch für die Ablagerung löslicher Schwebstoffe und Mikroorganismen – sogenanntes Biofouling – anfällig. Dies beeinträchtigt die Effizienz der Umkehrosmose. Magdalena Jablonska erarbeitet gemeinsam mit Forschern des Fraunhofer IMWS in Kooperation mit der Lanxess GmbH an Methoden zur Reduzierung des Membranfoulings: Mehrere plasma- und nasschemische Technologien werden miteinander kombiniert, um eine dünne, hydrophile und ladungsneutrale Schicht auf die Oberfläche der Membrane Feed Spacer – ein Abstandhalter im Osmose-Modul – abzutrennen.

Zunächst wird die Oberfläche mit einem Plasma behandelt und mit Sauerstoffatomen funktionalisiert. Diese Plasma-Behandlung ermöglicht die Bildung einer Polymer-Barriereschicht, auf der durch die Unterdrückung physikalisch-chemischer Wechselwirkungen die Makromoleküle und Mikroorganismen nur schwer haften bleiben können. Es entsteht ein Antifouling-Effekt.